Ph 10Umwelt und Technik |
Rauchgasentschwefelung |
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Bei der Verbrennung von Kohle entsteht u.a. das Gas Schwefeldioxid, welches eine wesentliche Ursache für das Waldsterben darstellt. Die deutschen Stromversorger haben bisher mehr als 50 Milliarden Mark für Umweltschutzmaßnahmen in ihre Anlagen investiert. Ein Großteil dieser Summe wurde für die Installation von Rauchgasentschwefelungsanlagen eingesetzt. Die Schwefeldioxidemissionen sanken dadurch von 1,55 Millionen Tonnen im Jahr 1982 auf weniger als 120 000 Tonnen pro Jahr.
| Es gibt verschiedene Verfahren dem Rauchgas das schädliche Schwefeldioxid zu entziehen. Am häufigsten wird das sogenannte Nassverfahren verwendet. Dabei wird das ungereinigte Rauchgas in einem Waschturm, auch Absorberturm genannt, mit einem Gemisch aus Wasser und Kalkstein, einer so genannten Waschsuspension, besprüht, wodurch das Schwefeldioxid durch chemische Reaktionen weitgehend absorbiert wird. Im Kraftwerk Zolling gelingt auf diese Weise ein Entschwefelungsgrad von ca. 90%. |
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Nur für Experten:
Dabei geht das gasförmige Schwefeldioxid zunächst in der Waschflüssigkeit in
Lösung. Anschließend entsteht durch die Reaktion von Schwefeldioxid und Kalkstein
Kalziumsulfit und Kohlendioxid.
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Im unteren Teil des Waschturms, im Absorbersumpf, sammelt sich die mit Kalziumsulfit beladene Waschsuspension. Durch Einblasen von Luft (Aufoxidation) wird die Flüssigkeit mit Sauerstoff angereichert und es entsteht eine Gipssuspension.
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| Nach Entzug des Wassers fällt Gips mit bis zu 10 % Restfeuchte in rieselfähiger Form an und steht als wertvolles Produkt zur Abgabe an die Baustoffindustrie zur Verfügung. |
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