Ph 07Technik |
Schmelzsicherung |
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Fließt im Haushalt in einem Kreis ein zu hoher Strom (z.B. beim Anschluss von zu vielen Geräten oder bei einem Kurzschluss), so kann es zur Überlastung und damit Zerstörung von Geräten kommen. Darüber hinaus könnten sich die Zuleitungen so stark erwärmen, dass es zu einem Brand kommt. Um dies zu verhindern baut man in den Stromkreis eine Art "Sollbruchstelle" ein, eine Sicherung. Bei der Schmelzsicherung nutzt man die Wärmewirkung des elektrischen Stroms aus.
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Wichtigstes Element der Schmelzsicherung ist der sogenannte Schmelzleiter. Wird dieser von einem zu hohen Strom durchflossen, beginnt er zu schmelzen und unterbricht den Stromkreis. Der Schmelzleiter ist in Quarzsand gebettet, so dass es nicht zu einer Entzündung der Umgebung kommt. Damit man leicht erkennen kann, ob eine Schmelzsicherung "durchgebrannt" ist, befindet sich am einen Ende ein Sichtplättchen, das von einem Draht und einer Feder gehalten wird. Bei Überlastung schmilzt auch der Haltedraht, die Feder kann sich nun entspannen und das Sichtplättchen fällt von der Sicherung ab (vgl. Animation rechts). Im Handel gibt es Sicherungen, welche bei den verschiedensten Stromstärken schmelzen.
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In Altbauten sind die Schaltkreise z.T. noch so ausgelegt, dass die Maximalstromstärke 10A beträgt. Früher reichte diese Stromstärke in der Regel aus, da man die Elektrizität im wesentlichen nur zur Beleuchtung nutzte. Heute verwendet man viele Haushaltsgeräte (z.B. Waschmaschine) durch die z.T. Ströme deutlich über 10A fließen. Um den falschen Einbau von Sicherungen in die Fassung zu verhindern, haben die Fassungen spezielle Passeinsätze, die es nicht zulassen, dass in eine Fassung für eine 10A-Sicherung eine 16A-Sicherung eingebaut wird.
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Die Feinsicherungen oder Gerätesicherungen sollen im Fehlerfall in erster Linie das Gerät vor Zerstörung schützen. Feinsicherungen sind fast durchweg Schmelzsicherungen. Bei Überlast schmilzt ein feiner Draht durch. Sie sind mehr oder minder gut zugänglich am oder im Gerät untergebracht. | ![]() |
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| Beim Austausch einer Feinsicherung ist auf die richtige Volt- und Amperezahl zu achten: Man findet diese Angaben in den Gerätepapieren und auf den Metallkappen der Sicherungen eingeprägt. Neben diesen Werten muss man aber noch auf die Charakteristik der Sicherung achten: Soll die Sicherung schon bei sehr kurzfristiger Überschreitung ihrer Amperezahl durchbrennen, ist sie flink - was durch den eingeprägten Buchstaben »F« gekennzeichnet wird. Darf der Strom etwas länger über der höchst zulässigen Amperezahl liegen, ist die Sicherung mittelträge (»M«) oder träge (»T«). |
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geschmolzen |
Auch im Auto findet man im Sicherungskasten, der sich meist unter der Motorhaube befindet diverse Schmelzsicherungen.
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![]() Schmelzsicherung im Auto (alt) |
Sicherheitstipp
Ganz generell gilt für alle Arten von Sicherungen: Sie dürfen keinesfalls überbrückt oder geflickt werden, da hierdurch die Leitungen beziehungsweise das Gerät überlastet oder zerstört werden könnte (mit entsprechender Brandgefahr). Nur ein Elektriker darf eine Sicherung durch eine stärkere Ausführung ersetzen oder einen Leitungsschutzschalter austauschen.
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In einem kurzen Videoclip zeigt Prof. Avimov die Wirkung einer Schmelzsicherung:
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